Arbeitsrecht

"Ich denke, dass die EU mit der Lissabon Strategie die richtige Betonung auf Wachstum und Beschäftigung gelegt hat."

Angela Merkel
German Chancellor


 

Einbürgerungsrecht

Viele der in Deutschland langjährig ansässigen Ausländer entscheiden sich für den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit, um die Vorzüge einer deutschen / EU Staatsangehörigkeit zu genießen. Die deutsche Staatsangehörigkeit berechtigt zur Personenfreizügigkeit innerhalb der EU und allen weiteren EU-Bürgerrechten.

Ein Ausländer, der ununterbrochen seit acht Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat, hat einen Anspruch auf Einbürgerung wenn keine Hinderungsgründe entgegenstehen. Darüber hinaus muss der Antragsteller sich zur demokratischen Grundordnung bekennen, seinen Lebensunterhalt ohne staatliche Hilfen bestreiten können und über ausreichende Deutschkenntnisse sowie Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland verfügen.

Das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht favorisiert das Rechtsprinzip des Ius Sanguinis, dem Abstammungsprinzip, nach dem die Staatsangehörigkeit nicht durch die Geburt auf einem bestimmten Territorium, sondern durch die Abstammung von einem deutschen Elternteil erworben wird. Eine Ausnahme sieht das Gesetz allerdings für die in Deutschland geborenen Kinder ausländischer Eltern vor, wenn zumindest ein Elternteil zum Zeitpunkt der Geburt ein unbefristetes Aufenthaltsrecht und zudem rechtmäßig seit mindestens acht Jahren seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat.

Da Deutschland grundsätzlich eine Mehrstaatigkeit ablehnt, müssen Antragsteller in der Regel ihre bisherige Staatsangehörigkeit aufgeben.

Deutsche, die die Staatsangehörigkeit eines anderen Landes annehmen wollen, sollten rechtzeitig eine so genannte "Beibehaltungsgenehmigung" beantragen, um nicht mit dem Einbürgerungsakt des Zweitlandes ihre deutsche Staatsangehörigkeit zu verlieren.


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